Cocktail :: skalierbare, KMU-zentrierte Mashup & SaaS Diensteplattform

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Wissenschaftliche und/oder technische Arbeitsziele des Vorhabens

Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Zielstellung von COCKTAIL die Entwicklung von Methoden zur Bereitstellung von Applikationen, Diensten und Service-Mashups über eine standardisierte Plattform.

Mashups entfalten erst dann ihr volles Potenzial, wenn die beteiligten Dienste nicht isoliert sind, sondern interagieren, d.h. Daten austauschen oder gegenseitige Funktionalität nutzen. Hierzu sind Fragen der Dienst- und Prozessintegration zu lösen, z.B. hinsichtlich Sicherheit / Einsehbarkeit der Daten und Zuverlässigkeit einer zusammengesetzten Gesamtlösung. Hochwertige Dienste können jedoch auf Dauer nur dann entstehen, wenn der Dienstgeber für Entwicklung und Betrieb des Dienstes entsprechend entlohnt wird. Wesentlicher Erfolgsfaktor ist daher ein geeignetes Abrechnungs- und Bezahlungsmodell, das sowohl der hohen Dynamik des Systems als auch der geringen Transaktionskosten einzelner Dienste Rechnung trägt. In aktuellen Plattformen fehlen solche Modelle.

 

Wissenschaftlich-technische Ziele

Vor diesem Hintergrund müssen folgende wissenschaftliche Teilzielstellungen bearbeitet werden:

·         Referenzmodellierung: Entwicklung eines Referenzmodells für Architekturen von Plattformen, die Mashup-komponierbare Dienste unter Berücksichtigung von Interoperabilität und Dienstgüte verschalten können.

·         Meta-Modellierung von Diensten: Neben der generischen Referenzmodellierung sind spezifisch im Anwendungskontext von COCKTAIL angepasste Meta-Modelle abzuleiten.

·         Kompositionalität von Diensten zu Mashups: Methode(n) um komplexe Softwaresysteme auf der Plattform bzw. beim späteren Nutzer aus einzelnen Services / Mashups zu komponieren, ohne in die einzelnen vorhandenen Services eingreifen zu müssen. Hier sind zunächst Interoperabilitätsprüfungen notwendig. Für umfangreichere Anwendungen und komplexere Interaktionen können Protokolle definiert werden. Die Einhaltung dieser Protokolle sollte bei der Dienstkomposition automatisch geprüft werden.

·         Vorhersagbare Dienstgüte von Mashups: Bei der Komposition von Mashups aus Diensten sowie bei einer späteren Rekonfiguration ist es wichtig abzusehen, welche Dienstgüteeigenschaften wie Performanz und Zuverlässigkeit das Mashup haben wird. In diesem Zusammenhang sind modellgetriebene Ansätze sinnvoll einsetzbar, die die werkzeugunterstützte Transformationen zwischen Code, Entwurfs- sowie Analyse-Modellen erlauben.

·         Business-Enabling: Konzept(e) zur kommerziellen Nutzung der auf der COCKTAIL-Plattform angebotenen Applikationen, Dienste und Mashups.

 

Aus technischer Sicht muss eine Plattform (die COCKTAIL-Plattform) entwickelt werden, die o.g. methodischen Arbeiten umsetzt und in einer nutzergerechten Form anwendbar macht. Dabei muss die die Plattform folgende technische Ansprüche erfüllen:

·         Multi-Kanal-Fähigkeit: Es muss der Zugang über unterschiedliche Netztechnologien (Funk, Fest) sowie der Zugriff mit mobilen sowie stationären Endgeräten möglich sein.

·         Interoperabilität: Durch die Nutzung von aktuellen Standards muss eine möglichst hohe Integrationsfähigkeit in heterogenen Umgebungen erreicht werden.

·         Sicherheit: Es muss sowohl eine sichere Authentifizierung, Autorisierung, Übertragung und Datenhaltung garantiert werden.

·         Usability: Die Nutzung der Plattform muss, insbesondere für den Dienstenutzer, im Rahmen der bestehenden Komplexität möglichst einfach sein.

·        Business-Enabling: Es müssen Standard-Funktionalitäten in die Plattform integriert sein, die notwendig sind, um eine kommerzielle Nutzung zu ermöglichen, wie z.B. Accounting / Billing, oder die Definition und Überwachung von Service Level Agreements (SLA).

 
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